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TSV-Gazellen machen auch vor Grenzen nicht Halt

Es ist schon eine lange Tradition in der Laufgruppe Venus – das letzte Oktoberwochenende verbringt sie in Janov, im benachbarten Tschechien. Hier findet seit über 40 Jahren ein Crosslauf statt, der die Läuferinnen und Läufer durch das wunderschöne Isergebirge führt; der ideale Ort für (TSV) Gazellen, um sich so richtig auszutoben. Gesagt – getan.

Am Freitagnachmittag, dem 25. Oktober starten wir drei, Simone, Kerstin und ich, Nadja (eben die TSV Gazellen) zusammen mit 20 weiteren Lauffreunden aus unserem Verein, unter ihnen auch unser Trainer Gunter, Richtung Bruderland. Fahrgemeinschaften werden gebildet, so werden wir auch dem aktuellen Umweltgedanken gerecht. Knapp 100 Kilometer, dann sind wir da und beziehen unsere Betten…, eine Reise in die Vergangenheit – Nostalgie macht sich breit. Aber dann dieser Blick in die Ferne; in der untergehenden Sonne leuchtet am Horizont der Jeschken, das Wahrzeichen dieser Region. Wie eine Pickelhaube reckt er sich und glitzert im Abendlicht. Was für ein Schauspiel.

Der nächste Morgen kommt früher als gedacht. Alle, auch wir Gazellen laben uns am reichhaltigen Frühstück, außer einer – Ottokar – er schwört auf seinen bunten pflanzlichen Pillencoktail. Auf ihm ruht unsere und Gunters gesamte Hoffnung, jemanden vom Verein auf dem Treppchen zu finden. Der Erfolg wird ihm am Ende recht geben.

Unkompliziert und bunt, so präsentieren sich die Tschechen, als wir das Start- und Zielareal -ein altes Stadion – betreten. Spartanisch und einfach die Ausstattung, professionell die Organisation und Ausgabe der Startunterlagen. Kerstin und Ottokar wählen die 19 km Strecke, Simone und ich entscheiden sich für die 11 km. Mit uns laufen auch noch Steffen und Peter. Alle anderen TSVer nehmen die verschiedenen Strecken als Wanderer in Angriff – sie sind bereits unterwegs. 10 Uhr fällt der Startschuss für die lange Strecke, und Kerstin und Ottokar düsen los. Guten Lauf euch, wir sehen uns.

10:15 Uhr fällt dann auch für uns 11 km-Läufer der Startschuss. Wir setzen uns in Bewegung und es ist erst einmal Stau. Der Weg führt abschüssig über eine Wiese ca. 200 Meter bergab, danach 4 km stetig bergauf. Ich habe es geahnt, aber die Landschaft entschädigt. Es geht durch Wald und Flur, die Laubfärbung ist fantastisch. Und auch die Begeisterung der Menschen hier sucht seines gleichen. Die nächsten 4 km führen über die Höhen des Isergebirges, der Weitblick ist überwältigend. Ein steiniger und verwurzelter, mit Blättern übersäter Grund läutet dann das letzte Drittel des Laufes ein. Hier nehme ich meine Augen in die Hand und bleibe fast stehen. Bin ich bei Kilometer 6 noch locker flockig an Steffen vorbei gezogen, so holt er mich jetzt wieder ein. Auf den letzten 1,5 km befestigtem Waldweg gebe ich dann nochmal ordentlich Gas, laufe trotzdem ca. 10 Meter hinter Steffen ins Ziel. Peter und Simone sind bereits da und laben sich an der Zielverpflegung.

Die Medaille entschädigt, und schon haben wir die Strapazen der letzten Stunde vergessen. Und da kommt Ottokar kraftvoll und strahlend angerannt. Die Uhr zeigt 1:46:10 h, das ist der 3. Platz in der AK M65 und bringt ihn auf das Siegerpodest. Unsere Jubelschreie rühren ihn zu Tränen. Und auch Gunter atmet auf, sein im vergangenen Jahr angeknackstes Trainerego ist wieder hergestellt…

Gazelle Kerstin kommt nach 2:04:43 h ins Ziel. Eine Wahnsinnsleistung, die leider veranstaltungsseitig nicht gewürdigt wurde, denn bei den Frauen gibt es nur zwei Altersklassenwertungen, <34 und 34+. Ihr 3. Platz in der AK W50 fand deshalb keine Beachtung. Überhaupt waren in dieser Altersklasse und älter insgesamt nur 5 Frauen am Start. Auch das wäre einer Anerkennung wert, finde ich.

Nichts desto trotz, gehen wir auch im nächsten Jahr wieder an den Start und folgen der lang gehegten Tradition.

Für mich als Neuling war es eine wunderbare Erfahrung, die Gemeinschaft und der Zusammenhalt, die Begeisterung der Tschechen und das fantastische Wetter haben diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. In abendlicher Runde hat unser Verein dann auch noch „Zuwachs“ bekommen, denn Peter läuft ab jetzt offiziell als TSV-Mitglied in unseren Reihen. Wir begießen dieses „freudige Ereignis“ mit Birnenschnaps, danke. Und Ottokar, immer noch gerührt von so viel Freude unsererseits über seinen Erfolg gibt `ne Runde Wein und Bier aus „. …das hama uns verdient…“

Ein gelungener Abend und ein gelungenes Wochenende, welches wir am Sonntag mit einer Wanderung zum nahen Stausee beschließen, bevor wir die Heimreise antreten.

Ich war in diesem Jahr das erste Mal dabei, es war ganz bestimmt nicht das letzte Mal.

 

Nadja Hennig

TSV- Gazelle und -Mitglied

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