Vereinsgeschichte

01.04.1971 BSG Robotron Dresden
26.07.1990 TSV-Computer-Elektronik Dresden e. V.
08.04.1992 Turn- und Sportverein Dresden e. V.


Die Geschichte des Turn- und Sportverein Dresden e. V. beginnt am 1. April 1971 mit der Gründung der BSG Robotron Dresden. Dem damaligen VEB Robotron-Elektronik Dresden wurde durch eine politische Entscheidung die Aufgabe gestellt eine funktionierende Sportgemeinschaft aufzubauen und für die Werktätigen des Betriebes Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung zu schaffen. Die BSG setzte sich zu diesem Zeitpunkt aus den Sektionen Handball und Leichtathletik mit insgesamt etwa 350 Mitgliedern zusammen. 1972 wurde die Sektion Turnen gegründet. Es folgten in kurzen Abständen die Sektionen Wandern/Bergsteigen, Fußball und Badminton. 1974 gründete sich die Sektion Kanurennsport, die später allerdings zur neu gegründeten BSG Robotron Dresden-Mitte wechselte. Die Mitgliederzahl war nun von anfänglich 350 auf inzwischen 1000 gestiegen. Die BSG Robotron gehörte damit zu den fünf größten Sportgemeinschaften der Stadt Dresden.
Der Sektion Leichtathletik wurde ein Trainingszentrum zur Betreuung junger Nachwuchssportler für den Dresdner Osten anvertraut. Sportliche Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Aus ihren Reihen kommt der Sportfreund Jörg Peter, der an den Olympischen Spielen in Moskau 1980 teilnahm und im 10000m Lauf den 6. Platz belegte. 1988 erzielte er in Tokio einen neuen DDR-Rekord im Marathonlauf mit 2:08:47 und trug sich damit in die ewige Bestenliste Deutschlands ein. Durch die Sektion Leichtathletik wurde die Sportfreundin Heike Meißner über den zweiten Weg - ohne Trainingszentrum - zum Dresdner Sportclub delegiert. Sie erzielte später 1996 über 400m Hürden Landesrekord und nahm an Weltmeisterschaften und an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta teil, wo sie mit 54:06 den 5. Platz errang.
Als jüngstes Beispiel erfolgreicher Nachwuchsarbeit möchten wir hier auch Georg Fleischhauer erwähnen. Er begann seine sportliche Laufbahn ebenfalls bei uns und startet nun erfolgreich für den Dresdner Sportclub 1898. Er ist schon Deutscher Meister über 400m Hürden und verfehlte nur knapp die Qualifikation für die Olympischen Spiele in London.
Durch die Sektion Wandern/Bergsteigen wurde die sportliche Großveranstaltung „Bergtest bei Wehlen“, bei der eine Strecke von 30 km mit 150 m Höhenunterschied zu bewältigen war, aus der Taufe gehoben und feierte am 2. April 1989 mit weit über 1000 Teilnehmern sein 10-jähriges Jubiläum.
1989 brachte die deutsche Geschichte Bewegung in die Betriebssportgemeinschaft. Am 9. November öffneten sich die Grenzen und spannende Zeiten brachen an. Die politischen Veränderungen sorgten für große Auswirkungen in allen Bereichen. Die Betriebe und ihre Strukturen blieben davon nicht ausgenommen. Der bisherige Trägerbetrieb VEB Robotron-Elektronik Dresden wurde aufgelöst. Es gründeten sich fünf GmbH’s, eine davon die Computer-Elektronik Dresden GmbH.
Ab Sommer 1990 musste die ehemalige Betriebssportgemeinschaft lernen, auf eigenen Füßen zu stehen. Sie vertraute auf die durch die Computer-Elektronik Dresden GmbH in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung bei Verwendung des Betriebsnamen im Vereinsnamen. Für die Neugründung wurden entsprechend eine neue Satzung und Geschäftsordnung erarbeitet.
Auf der Gründungsversammlung am 26. Juli 1990 wurde schließlich der Turn- und Sportverein Computerelektronik Dresden e. V. gegründet.

Der neue Verein begann mit den Abteilungen Leichtathletik, Handball, Badminton, Volleyball, Turnen/Gymnastik, Wandern/Bergsteigen und den allgemeinen Sportgruppen mit insgesamt 801 Mitgliedern.
Das Motto des neu gewählten Vorstandes und der Mitglieder lautete: „Es lebe der Sport!“
Nur leider blieb die versprochene finanzielle Unterstützung aus und der Verein beschließt daraufhin eine Namensänderung und heißt seit dem 08.04.1992 Turn- und Sportverein Dresden e. V. und zählt mit 1350 aktiven Mitgliedern zu einem der größten Sportvereine der Landeshauptstadt Dresden und des Landes Sachsen.

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